Lost-Place im Gründerzeitviertel: Das Trapezhaus

Lost-Place Trapezhaus im Leipziger Viertel der Gründerzeit

Das sogenannte „Trapezhaus“ hatte mich einige Jahre bereits angelächelt und neulich fand ich endlich einmal Gelegenheit, das Objekt etwas näher zu begutachten (Dank perfektem Kontakt zum Eigentümer). Das Trapezhaus ist ein „Schmuckstück“, es befindet sich in einem typischen Leipziger Gründerzeitviertel und hat einen etwas ungewöhnlichen – trapezförmigen – Grundriss. Es hat mehrere Etagen und auch unter den vielen Schichten von Ruß und Dreck kann man durchaus Reste des alten Stucks entdecken.

Das Trapezhaus ist in meiner Fotoreihe „Wohnträume“ oder „vergessene Wohnträume“ eine Besonderheit, da ich zum Zeitpunkt meines Besuchs hier die Einrichtungen im weitestgehend intakten Zustand bewundern durfte. Wenn ich mich an die Begehung zurück erinnere, vermute ich, dass das Haus kurz nach der politischen Wende verlassen wurde. Indikatoren hierfür sind die Sticker aus den frühen 90er Jahre (BRAVO, POPCORN) und die Mixtur von DDR-/BRD-Möbeln. Die Motive aus der Galerie wurden mit Hilfe der Instagram-APP aufgehellt.

Lost-Place in Leipzig: VEB Werner Lamberz


Eines der wohl am besten „touristisch erschlossenen“ Locations aus dem Bereich der Lost-Places-Fotografie ist der aufgegebene Hauptsitz des Kombinats „VEB Werner Lamberz„. Wenn man also interessante „Mitstreiter“, „neue Freunde“ oder auch nur den simplen Austausch mit anderen Fotografen sucht, wäre dieser Ort die richtige Location.

Geschichtlicher Rückblick zum  Kombinat VEB Werner Lamberz

Der VEB Werner Lamberz war zur Zeit der ehemaligen DDR ein sogenanntes Industriekombinat mit Sitz der Leitung und Stammsitz in Leipzig. Hier waren acht „Volkseigene Betriebe“ mit mehr als 40 Zweigstellen der Branche „papierverarbeitender Maschinenbau“ organisiert. In der Blütezeit waren hier ungefähr 16000 Personen beschäftigt.

Interessant ist die enorm gut erhaltene Bausubstanz und der relativ junge Birkenwald vor dem Gebäude. Ein wahre Freude für das fotografische Auge. Macht Euch auf:  Im Stadtgebiet von Leipzig sind mir mindestens zwei Betriebsteile des Kombinats bekannt.

Markkleeberg, der „Kees´scher Park“


Auf dem Weg zum „Cossy“ oder den „Cospudner See“ kommt man zwangsläufig an diesem Park vorbei. Dieser befindet sich am „Eingang“ der Stadt Markkleeberg – direkt im „Speckgürtel“ von Leipzig. Interessant ist hier die größte neobarocke Toranlage von Sachsen: das „Adlertor“.

Ein wenig Geschichte zu Makleeberg

Der Leipziger Ratsherr Wolfgang Jöcher kaufte 1713 das Rittergut „Gautzsch“ und gestaltete hieraus eine Gartenanlage mit Wassergrabensystemen (derzeit leider wegen der Grundwasserabsenkung ausgetrocknet).

Nach diversen Besitzerwechseln wurde das Objekt vom Walter Kees erworben. Unter seiner „Regie“ wurden die Wirtschaftsgebäude verlegt und der Park nach englischem Vorbild umgestaltet. Die verbliebenen Gebäude wurden im Stil des Klassizismus und Neobarocks erneuert und das bekannte Adlertor entstand zwischen 1885 und 1895.

Die Kanzel der alten Johanniskirche

Warum die Kanzel in der Johanniskirche mich als Fotograf magisch anzieht

Die Kanzel in der alten Johanniskirche ist ein wahres  Kunstwerk. Sie stammt aus der Werkstadt von Valentin Silbermann und wurde 1586 gestaltet. Es befand sich in der alten Johanniskirche, welche der erste Kirchenneubau in der Stadt Leipzig nach der Reformation war.

Die Kanzel in der Johanniskirche spiegelt übrigens die zentrale Bedeutung der Predigt im lutherischen Gottesdienst wieder: Moses trägt das Objekt und hierauf baut der neue Bund mit Jesus Christus auf. Die zentrale Erlösungstat und die Stationen Taufe, Kreuzigung, Auferstehung und das Weltgericht ist in den Reliefs der Kanzel entsprechend dargestellt.

Die ursprüngliche „Heimat“ der Kanzel wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Motivreihe entstand während eines Besuchs im Leipziger Stadtgeschichtlichen Museum (Ort: das alte Rathaus).

Jugendstil: Die Philippus-Kirche von Lindenau

Fotos von der Philippus-Kirche im Jugendstil

Die Philippus-Kirche von Leipzig / Lindenau wurde zwischen den Jahren 1907 und 1910 nach den Plänen des Architekten Alfred Müller im Jugendstil erbaut. Die Weihe des Gotteshauses fand am 16.10.1910 statt.

Die Kirche verfügt über 730 Plätze und einem 62 Meter hohen Turm. Sie hat ein Geläut mit 4 Stahlglocken und die vielen Details an den Beschlägen und Lampen sind äußerst faszinierend.

Die Konzeption der Philippus-Kirche entspricht übrigens dem „Wiesbadener Bauprogramm“, was bedeutet, dass hier das Gebäude als Gemeindezentrum oder als „Versammlungshaus der Gemeinde“ verstanden wird.

Die römisch- katholische Liebfrauenkirche von Leipzig/Plagwitz

Shooting in der Liebfrauenkirche in Leipzig, Plagwitz

Das Haus befindet sich in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof „Leipzig/Plagwitz“ und einem ehemaligen Industriegebiet. Es wurde zwischen 1907 und 1908 nach den Plänen des Leipziger Architekten Anton Käppler im neoromanischen Stil erbaut. Seit dem Jahr 1931 hat hier eine Niederlassung des „Oratoriums“ ihren Sitz und in diesem zeitlichen Zusammenhang wurde die Kirche zwischen den Jahren 1934 und 1935 umgestaltet und mit Farbverglasungen ausgestattet (Anton Wendling).

Stadtfotografie: Erfurt – Dom und Domplatz


Wenn man sich auf dem Domplatz befindet und hinunter zum Markt der Stadt Erfurt schaut, erblickt man einen ca. 2 Hektar großen Platz. Der nördliche Teil war hier bis 1813 mit Wohnhäusern bebaut, welche leider während der französisch / preußischen Auseinandersetzungen zerstört wurden. Der ursprüngliche Abschnitt des Areals ist mit Basaltsteinen gepflastert.

Mitten auf dem Markt sieht man einen Obelisken, der an den Besuch des Erzbischofs von Mainz im Jahre 1777 erinnert. An der Nordseite des Areals befindet sich das 1904 erbaute Gerichtsgebäude und auf der Südseite sieht man die historische Bebauung in einem exzellenten Zustand. Interessant ist hier das Objekt „Zur hohen Lilie“: dieses lässt sich auf das Jahr 1538 zurück verfolgen.

Direkt auf dem Domberg lassen sich die beeindruckenden Bauten „St. Marien“ (Dom von Erfurt) und die Kirchen „St. Martini“ / „St. Severi“ bewundert. Diese Bauten bilden in ihrem Zusammenhang sogar das architektonische Wahrzeichen der Hauptstadt von Thüringen. Interessant ist auch, dass sich im Erfurter Dom eine der größten freischwingenden Glocken der Welt befindet. Ihr Name ist „Gloriosa“ und sie wurde im 15. Jahrhundert gegossen.

Nikolaikirche von Leipzig

Die Nikolaikirche von Leipzig im Fotoarchiv

Die Nikolaikirche war Ausgangs- und Mittelpunkt der Montagsgebete und Montagsdemonstrationen, welche letztendlich zur „friedlichen“ Revolution führten. Sie befindet sich ganz in der Nähe zum Augustplatz und dem alten Rathaus und sollte zum „Pflichtprogramm“ bei einem eventuellen Besuch der schönen Metropole gehören.

Die Nikolaikirche wurde nach der Verleihung des Markt- und Stadtrechtes an Leipzig im romanischen Stil erbaut. Ursprünge aus dieser Zeit sind an der Westseite sichtbar. Später – im 15. und 16. Jahrhundert – erfolgte dann der komplette Umbau zu einer spätgotischen und dreischiffigen Hallenkirche. Diese erhielt Mitte des 15. Jahrhunderts ihre erste Glocke mit Namen „Osanna“. Die „Osanna“ ist mit den Darstellungen der 4 Evangelisten verziert und wurde nicht nur kirchentypisch, sondern auch als Feuerglocke genutzt.

Herbstfotos – Leipzig bei Nacht

Herbstfotos in Leipzig: Meine Foto-Session mit der neuen Canon-Kamera

Vor einiger Zeit, als ich meine Canon 600D erwarb, entschied ich mich zu einem kleinen Fotoexperiment „bei Nacht“ in der herbstlichen Innenstadt der schönen Metropole von Sachsen.

Die Impressionen „Herbstfotos“ zeigen diverse Motive rund um die Innenstadt, den Markt und den stadtprägenden Fluss (Weiße Elster).

Tutorials für Herbstfotos bei Tage

Die Herbstzeit bietet uns Amateur-Knippsern und selbstverständlich auch professionellen Fotografen Jahr für Jahr Traummotive in Hülle und Fülle – nicht nur in der Stadt, sondern auch in freier Landschaft. Vorausgesetzt natürlich, man befindet sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Beachten solltet Ihr dabei, ob die Lichtgebung zur Vorstellungen passt. Das heißt: Warme Farben habt Ihr am frühen Morgen oder kurz vor der Abenddämmerung. Zu diesen Zeiten können beeindruckende Herbstbilder geschossen werden.

Wer allerdings lieber im Wald unterwegs ist, kann sich dort auch während der Mittagssonne auf Motivsuche begeben. Für weitere Informationen möchte ich Euch lieber die Fachleute im Internet empfehlen. Gerade zum Thema Herbstfotografie habe ich einige praxisnahe Tutorials gefunden. Eins davon findet Ihr hier: https://www.fujidirekt.de/fotos-im-herbst

Der Dom St. Stephanus und St. Sixtus


Der Dom St. Stephanus ist einer der wenigen Kirchenbauten des sogenannten „französischen Kathedralschemas“ in Deutschland. Er befindet sich auf dem Domplatz von Halberstadt und ist – zusammen mit der Martinikirche und Liebfrauenkirche – Element der „Skyline“ von Halberstadt. Das Gotteshaus wurde leider am 8. April 1945 durch einen Bombenangriff zusammen mit der Altstadt zerstört und kurz wieder aufgebaut.