St. Afra – eine der ältesten Kirchen von Sachsen


Die Ersterwähnung der St. Afra Kirche stammt aus dem Jahr 984 und wurde durch eine archäologische Untersuchung auf dem „Afraberg“ 1966 verifiziert. Nach der Gründung des Stifts wurde das Haus als Basilika (spätromanisch) neu erbaut und um das Jahr 1350 bekam es erhöhte Chorwände mit vier geschlossenen Kreuzrippengewölbe. Um 1470 erfuhr das Hauptschiff eine Erweiterung um ein gotisches Gewölbe. Nach einem tragischen Blitzeinschlag bekam der Turm 1766 die barocke Haube.
Besondere und lohnenswerte Besichtigungsgründe sind die Kanzel mit dem barocken Altar von Valentin Otte, der Martinsaltar, die Schleinitzkapelle (Begräbnisort eines vergangenen Rittergeschlechts) und das frühbarocke Portal.

Wo befindet sich die St. Afra Kirche ?
Freiheit 12, 01662 Meißen
Weitere Infos:
Sankt Afra Meißen

Die Naumburger Stifterfiguren


Die Stifterfiguren des Naumburger Doms waren neulich der eigentliche Grund, der mich zu einem ausgedehnten Besichtigungstermin der Stadt bewegte. Ein befreundeter Fotograf beschrieb mir diese Statuen als besonders schön und – für das Mittelalter untypisch – lebensnah. Die gesetzten Erwartungen wurden mehr als erfüllt.
Wem sind denn diese Figuren eigentlich gewidmet? Nun ja: man sieht hier die zwei herausragenden Paare – Markgraf Hermann mit Ehefrau Reglindis und Markgraf Ekkehard II mit Frau Uta.

Lostplacesfotografie: Sternburg Brauerei von Leipzig-Lützschena

Sternburg Bier aus der Sternburg Brauerei

Eines der bekanntesten touristisch erschlossenen Locations im Bereiche der „Lostplaces-Fotografie“ ist wohl die ehemalige und nun aufgegebene Sternburg Brauerei. Diese befindet sich im Leipziger Stadtteil Lützschena und sie verfügt über eine lange und faszinierende Tradition.
Der Ursprung des Betriebs lässt sich auf das Jahr 1278 zurück verfolgen: hier wurde das Rittergut „Lützschena“ zum ersten Male per Urkunde erwähnt. 1405 wurde das Objekt inklusive der Braustätte von Wilhelm von Uechtritz erworben und der eigentliche Namensgeber der Brauerei – Freiherr Speck von Sternburg – wurde 1822 Besitzer des Betriebs. Er nannte diesen ab 1882 „Freiherrliche Sternburgsche Brauerei“.
Die Enteignung der Sternburg Brauerei erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg am 30.Juni 1946 und im Jahr 1959 wurden die Brauerei, die Sternen Brauerei Schkeuditz und die Malzfabrik Schkeuditz in das „VEB Brau- und Malzkombinat Sternburg“ integriert.
Die „politische Wende“ war für die Brauerei leider verheerend, da hier die Exportmöglichkeiten in die ehemaligen Ostblockstaaten wegbrachen. Das letzte Mal wurde hier am 15.Mai 1991 Bier gebraut, abgefüllt und ausgeliefert und die endgültige Schließung fand im selben Jahr am 31. August trotz Besetzung des Hauses und Einspruch seitens des Gemeinderates und der evangelischen Kirchgemeinde statt.
Das wunderschöne Gebäude verfällt seit dem und hat trotzdem eine erstaunlich gut erhaltene Substanz. Es tauchen zwar in mehr oder weniger regelmäßigen Zeitabständen verschiedene Nutzungspläne in der Tagespresse auf, eine Umwidmung oder sogar Wiederbelebung ist leider nicht sichtbar.
Die Galerie ist schon etwas älter und wurde mit der Instagram-App (Android) geringfügig verändert. Eine zufällig getroffene Passantin war zum Zeitpunkt der Begehung so freundlich, mich über das Gelände zu führen und einige Geschichten aus dem damaligen Arbeitsleben in diesem Betriebe zu erzählen. Sie machte mich unter anderem darauf aufmerksam, dass die Brauerei wohl um 1970-1980 verstärkt in die alten Bundesländer (vormals: der „Westen“) exportierte und sie zeigte die Betriebskantine und die alten Arbeiterwohnungen.

Lostplace-Fotografie präsentiert das Gästehaus am Park

Gästehaus am Park für Prominente aus dem Westen

Vor einiger Zeit erlebte ich einen weiteren, fast schon typischen, Glücksfall: ich durfte das Areal des ehemaligen „GAP“ oder Gästehaus am Park begutachten und bewundern und natürlich fotografieren. Dieses ehemalige Hotel hat einen engen Bezug zur Messe und beherbergte auch hohe Gäste, wie den ehemaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß. Extra für diesen hohen Besuch wurde eine Suite in den bayerischen Nationalfarben bereit gestellt.
Man munkelt im Übrigen darüber, dass die STASI hier das Geschehen fleißig(st) beobachte und mithorchte.
Das Gebäude erlebte mehrere Brände und erfreut sich eines erstaunlich gut erhaltenen Zustandes. Auch interessant ist hier die hoch lebendige Kunst in Form von ständig wechselnden Graffiti. Meine Motive oben sind übrigens nur eine kleine Auswahl der Fotostrecke. Das ganze Shooting im und rund um das Gästehaus am Park dauerte einige Stunden, in den denen ich rund 150 Fotos machte.

Städtemotive: die Naumburger Wenzelskirche

Die Naumburger Wenzelskirche aus dem späten Mittelalter

Beim Besuch der schönen Stadt Naumburg entdeckt man quasi zwangsläufig am Markt diese Wenzelskirche. Sie ist die evangelische Haupt- und Stadtkirche und steht hier seit dem 15. Jahrhundert. Interessant ist hier der barocke Hochaltar aus dem Jahre 1680, der Turm zu den ehemaligen Türmerwohnungen und die Gemälde aus der Werkstatt von Lucas Cranack (d.Ä.). Auch schön ist die Hildebrand-Orgel (geprüft und abgenommen durch Johann Sebastian Back / Gottfried Silbermann) und die Grabplatte von August Leubelfing. Meine Fotos sollen Euch inspirieren, auch einmal dort ein paar Stunden mit der Kamera zu verbringen. Ein Shooting lohnt sich garantiert.

Der „Palmengarten“ von Leipzig

Gestaltung des Palmengartens in Leipzig

Der Park in Leipzig wurde nach den Plänen des Landschaftsgärtners Otto Moßdorf gestaltet und aufgebaut. Hier fand die Gartenbauausstellung im Jahre 1893 statt. Im gleichen Jahr noch  wurde der Wettbewerb für die Schaffung eines „Palmengartens“ ausgeschrieben. Hier gewann der Entwurf des Gartenbautechniker Eduard May den ersten Platz. Mit der Umsetzung wurde letztendlich Otto Moßdorf beauftragt, dessen „Handschrift“ man hier und da beispielsweise in Form des Gartenpavillon wieder findet.
In den Jahren 1938 und 1939 wurden leider sämtliche Gebäude aus dem Palmengarten entfernt. 1960 fand eine Erweiterung um die Bestände der aufgelösten Baumschule des Botanischen Gartens statt.

Tutorial: Streichholzfotografie – Feuer

Zündende Streichhölzer fotografieren

Inspiriert von diversen fotografischen Motiven experimentierte ich vor kurzem mit dem Medium „Streichholz fängt Feuer“ und natürlich möchte ich hier eine Anleitung zum „Nachbasteln“ des Shootings verfassen, also man benötigt:

1. Natürlich eine feuerfeste Unterlage
2. eine stabile Halterung für die Streichhölzer
3. Jede Menge Streichhölzer (~100)
4. Knetmasse für die Befestigung der Streichhölzer an der Halterung
5. Kerze oder Feuerzeug
6. Abdunkelung für den Hintergrund (schwarze Bastelpappe)
7. Nicht zu vergessen meine Kamera und ein Stativ

Streichholzfotografie zum Nachmachen

Ich verwendete für die Halterung ein leeres Glasgefäß (geeignet: Weinflasche, Einmachglas usw.). Hier wurde seitlich die Knetmasse angeklebt, welche als Fixierung für die waagerecht eingesteckten Streichhölzer fungierte. Als Hintergrund organisierte ich mir eine entsprechend gefaltete tiefschwarze Bastelpappe aus dem Schreibwarengeschäft. Nach dem Aufbau richtete ich die Kamera im manuellen Modus auf den Streichholzkopf aus. Natürlich ist hier ein festes Stativ und geeigneter Fernauslösemechanismus wichtig. Bei den Motiven aus der Galerie wählte ich die Belichtungszeit „1/160″ und ISO-100.

Also: viel Spaß beim „Nachzündeln“!

Blick auf Naumburg

Aus der Vogelperspektive: Naumburg mit Wenzelskirche

Nach ausführlicher Begutachtung des Marktes der Stadt einigen Fotos zum Aufwärmen begab ich mich zur faszinierenden Wenzelskirche von Naumburg. Diese bietet etwas Einzigartiges: den Wenzelskirchturm. Der „Aufstieg“ wird mit 1,80 EUR als Spende bezahlt und bietet nach 202 Stufen und einer Höhe von 53 Metern einen wunderbaren Rundblick auf diese schöne Stadt. Und natürlich die Chance auf zahlreiche tolle Panoramabilder, wenn man darauf aus ist. Übrigens: am Ende des Turms befindet sich eine recht gut erhaltene „Türmerwohnung“ und die Turmlaterne.
Der Turm ist – für solche Bauwerke – recht typisch eng gebaut und ich empfehle einen Aufstieg nur mit entsprechend angenehmen Schuhwerk und bei guter körperlichen Verfassung. Und niemals ohne Kamera!

Lostplace: Langbein Pfanhauser Werke


Heute möchte ich Euch meine aktuellen Fotos von der aufgegebenen VEB Galvanotechnik oder „Langbein Pfanhauser Werke„. zeigen. Diese befindet sich in einem ehemaligen Industriegebiet des Leipziger Ostens.

Geschichte der Langbein Pfanhauser Werke

Die Firma entwickelte um das Jahr 1920 erste „Halbautomaten“ für die Vernickelung und 1933 entstanden hier die ersten bekannten Nickel-Chrom-Vollautomaten. Weitere „Meilensteine“ sind die Erfindung des Eloxal-Verfahrens und die Einführung von Chrom-Schwefelsäure-Elektrolyten.

In der Zeit der vergangenen DDR entstand hier der Volkseigener Betrieb „Galvanotechnik“, welcher 1970 in das Kombinat „VEB Lokomotivbau Elektrotechnische Werke“ eingegliedert wurde. Der Betrieb wurde durch Kompetenz und Leistungskraft bis zur politischen Wende zum führenden Fachbetrieb für Galvanotechnik im gesamten „Ostblock“.
Die Galerie zeigt – im Wesentlichen – Impressionen aus einem nicht mehr vorhandenem Produktionsgelände und derzeit sind umfangreiche Sanierungsarbeiten zu beobachten.

Lostplace in der Innenstadt – die alte Post


Vor einiger Zeit erlebte ich einen echten Glücksfall: ich durfte Einblick in die bekannte und verlassene Post nehmen. Sie befindet sich direkt im Zentrum von Leipzig.
Das Haus war bis zur politischen Wende zentrales Postamt, Fernmelde- und Telegrafenamt und Postdirektion des Bezirkes Leipzig.
Nach 1990 verlor sie den eigentlichen Verwendungszweck im Zuge der Privatisierung der Deutschen Bundespost. Die „Location“ diente zwischenzeitlich als Ort und Kulisse für Parties und TV-Produktionen und derzeit sind umfangreiche Sanierungsarbeiten sichtbar.