St. Trinitatis und der Park der Jugend

Meine Fotos im Park der Jugend

Die Kirche und der Park gehören unmittelbar zusammen und liegen nahe beieinander. Der Grund ist relativ einfach: der heutige „Park der Jugend“ war in der Vergangenheit der Gottesacker der Stadt und Bestandteil des Kirchengrundstückes. Umwidmungen von Friedhöfen in dieser Form sind mir übrigens schon einige Male aufgefallen und Beispiele hierfür sieht man in Leipzig oder in der Stadt Dresden.
Die Kirche „St. Trinitatis“ ist eine evangelische Kirche mit erstaunlich beeindruckenden barocken Altar. Sie wurde 1641 nach einer wechselhaften Geschichte rund um den 30-jährigen Krieg und Auseinandersetzungen mit den Schweden erbaut und überstand außerordentlich gut die wechselhaften Jahrhunderte und die Zeit der ehemaligen DDR.

Der Skatbrunnen von Altenburg


Es ist ja bekannt, dass die Stadt Altenburg als „Geburtsstätte“ des wahnsinnig beliebten Kartenspiels „Skat“ ist. Gerade ausgehend von der Tradition und der Historie drumherum wurde 1903 aus privaten Spendenmitteln ein ehrwürdiger Skatbrunnen gestaltet und erbaut.
Das kunstvoll gestaltete Denkmal für das Spiel zeigt die vier Bauern, die Wenzel etc., welche um die „Vorherrschaft“ kämpfen. Selbstverständlich gewinnt hier „Eichel Unter“ und es gilt als ein besonderes und wichtiges Ritual, Karten zu „taufen“. Diese „Kartentaufe“ ist wohl ein „Muss“ für alle Skatkartenspieler_innen.

Der Pinguinbrunnen von Gera


Eine meiner letzten fotografischen Erkundungstouren führte mich neulich in die thüringische Stadt Gera. Obwohl diese auch den unverwechselbaren „Nachwendecharme“ geradezu versprüht, durfte ich hier auch einige besondere Orte erkunden.
Einer hiervon ist der Pinguinbrunnen. Dieser wurde 1970 vom Bildhauer Alfred Priebe aus Bronze erschaffen und er befindet sich auf direktem Weg vom Bahnhof der Stadt in Richtung Altstadt. Soweit ich informiert wurde, ist das Kunstwerk im Sommer ein außerordentlich beliebter Platz für die Geraer Jugend.

Zwischen Park und Schloss – die Orangerie in Altenburg

Besuch der Orangerie in Altenburg

Läuft man – als interessierter Tourist – zum Schloss der Stadt, kommt man direkt hinter dem Lindenau-Museum über den bekannten Schlosspark direkt auf das Gelände der Orangerie in Altenburg.
Dieses schöne Beispiel barocker Baukunst wurde auf Weisung des ehemaligen Herzog Friedrich II von Sachsen-Gotha-Altenburg durch den Landbaumeister Johann Heinrich Gengenbach zwischen den Jahren 1706 und 1712 erbaut und die Künstler der Innenraumgestaltung waren hier der Maler Carolo Ludovici Castelli und dessen Bruder der Stuckateur Domenico Castelli.
Die Orangerie war übrigens Heimat diverser exotischer Bäume wie Feige, Lorbeer und Granat. Durch die wechselhaften Jahrhunderte ist eine Nutzung im eigentlichem Sinne nicht mehr möglich, jedoch sind Engagements zur Umgestaltung des Areals durchaus sichtbar.

Westpaket 2015 – Straßenfest im Kiez

Westpaket 2015: Fotobücher aus dem 19. Jahrhundert?

In Leipzig hört man ständig, dass die Stadt wohl das „neue Berlin“ ist und das Straßenfest Westpaket zeigt das sehr deutlich. Man sieht hier eine unglaubliche Fülle an Ständen, wo diese oder jene „Staubfänger“ veräußert werden, das Publikum ist „bunt“ und das Fest bot faszinierende musikalische und kulinarische Eindrücke aus vielen Ländern. Der Besuch des Straßenfestes lohnt sich definitiv und ich durfte hier einen Glücksfall erleben: Fotobücher aus dem 19.Jhd. gehören nun mir.

Der Stattpark an den Lindauer Baulücken

Beweisfotos für den Stattpark

Die faszinierende Kunstinstallation namens Stattpark befindet sich direkt am beliebten Leipziger Lindenauer Markt. Der Hintergrund von diesem ungewöhnlichen Objekt ist das Projekt „stadthalten“: hier wurden wendezeittypische Lindenauer Baulücken künstlerisch umgestaltet. Das Beispiel Schilderwald oder auch Stattpark wurde vom Hannoveraner Künstler K. Madlowski aus 100 Parkplatzschildern errichtet, um wildes Parken zu verhindern und auf eine kreative Art auf das vorhandene Flächenpotential hinzuweisen.

Kunst in Klein-Beelitz

Fotostrecke aus den Ruinen von Klein-Beelitz

Ein bekannter Ruinenschleicher-Kollege prägte einmal den Begriff Klein-Beelitz. Dieser erklärt sich über die architektonische Gleichheit zwischen diesem Objekt und den Beelitzer Heilstätten. Manche verbinden hiermit auch die recht gut erhaltene Struktur der Gebäude.
Bei der Fotogalerie handelt es sich um Impressionen aus der Karl Olbricht Kaserne aus dem Leipziger Stadtteil „Gohlis“. Diese war „Herberge“ für das Militär verschiedener Epochen der Neuzeit (also: Sachsen, Preußen, Russen usw.) und wurde lange Zeit dem Verfall und den „Ruinenschleichern“ überlassen. Mit dem Boom der Stadt Leipzig wurde das Areal natürlich wieder entdeckt und derzeit sind umfangreiche Sanierungsarbeiten zu beobachten.

Lost-Places-Fotografie: Der Verwaltungstrakt

Lost-Places-Fotografie aus meinem Archiv

Die Fotoreihe „Verwaltungstrakt“ wurde von mir irgendwann im Jahr 2014 aufgenommen. Es handelt sich hierbei übrigens um größeres Verwaltungsgebäude einer ehemaligen Fabrik für Druckereimaschinen. Diese befand sich in einem aktuell revitalisierten Industriegebiet von Leipzig. Auf dem Gelände sehen interessierte BesucherInnen z.B. den Showroom eines bekannten Händlers für Massivholzmöbel, einen Club und ein Fitnessstudio.
Ein Teil der Motive wurden mit der Samsung NX 11 und einer Makro-Vorschaltlinse aufgenommen.

Stadtmotive: Der Thietmarbrunnen von Merseburg

Meine Aufnahmen vom Thietmarbrunnen von Merseburg

Der Thietmarbrunnen  ist ein „Gedenkobjekt“ an den ehemaligen Bischof von Merseburg – Thietmar von Walbeck. Ihn findet man im Innenhof des originalgetreu gestalteten Kreuzgang vom Merseburger Dom.

Der „Thietmar v. Merseburg“ (Regentschaft: 1009 bis 1019, Bischof und Chronist) schrieb zwischen den Jahren 1012 und 1018 eine Chronik über die Geschichte von 909-1018 mit Fokus auf die Geschichte der Stadt und die Lebenswerke der sächsischen Könige. Beide Aspekte sind für die Person Thietmar eng verbunden: Henrich I hatte bspw. die Grundlagen für die Stadt geschaffen, diese mit einer Mauer umgeben und Otto I. gründete das Bistum.

Fotografie von einem Denkmal in Wurzen

Bilder von einem Denkmal in Wurzen

Irgendwann im Herbst diesen Jahres führte mich ein geschäftlicher Termin in die sächsische Kleinstadt „Wurzen“. Ich war ewig nicht mehr dort und fand endlich einmal Gelegenheit, den berühmten „alten Friedhof“ mit der Kamera zu erkunden. Bei der Fotosession entdeckte ich eine hochinteressante Doppelplastik (Prof. Georg Wrba) unter einem steinernden Spitzbogen. Diese thematisiert sehr eindrucksvoll die Erinnerung der Vermissten und Gefallenen aus dem 1. Weltkrieg. Das Kunstwerk besteht aus Bronze und wurde zwischen 1929 und 1930 aus den Mitteln der Hermann-Ilgen-Stiftung realisiert.