Märchenfiguren in der Innenstadt

Die Märchenfiguren von Leipzig durch das fotografische Auge gesehen

Die Märchenfiguren gelten als städtisches Schmuckstück. Sie befindet sich in den Promenadenanlagen von Leipzig. Die Ursprünge liegen in einem Kunstwerk vom Josef Magr aus dem Jahre 1906. Die alten Bronzeteile des Brunnens wurden leider während des Zweiten Weltkriegs im Auftrage der Rüstungsindustrie entfernt und die neuen Figuren entstanden 1965 durch die Leipziger Künstlerinnen Elfriede Ducke und Hanna Studnitzka.
Der Brunnen zeigt auf einem Sockel die Bronzefiguren der Märchengestalten Hänsel und Gretel. Über dem Mittelteil schließt sich das Steinrelief der Rexe mit Raben an. Links und Rechts befinden Steinbänke zu deren Kopf die bekannten Schlüsselszenen des Märchens: verlaufen im Wald, Heimkehr und Entdeckung des „Knusperhäuschens“ in Form von Bronzereliefs zu sehen sind.

Der Stadtbrunnen von Weißenfels – Stadtfotografie

Stadtfotografie am Stadtbrunnen von Weißenfels

Im Rahmen der Neugestaltung der Jüdenstraße erhielt die Stadt Weisenfels diesen Brunnen, der 2000 beim Aachener Künstler Bonifatius in Auftrag gegeben wurde.
Die Darstellung des Objektes mit den vielen Details ist hier eng an die Stadtgeschichte angelehnt. Am Stadtbrunnen von Weißenfels sieht mandie Figuren der Musiker Bach und Schütz und das ehemalige Herzogspaar. Die Gestaltung des Kunstwerks nimmt auch Bezug auf die besondere Schuhmachertradition der Stadt. Die Glieder der Figuren sind übrigens frei beweglich.

Lostplacesfotografie: Sternburg Brauerei von Leipzig-Lützschena

Sternburg Bier aus der Sternburg Brauerei

Eines der bekanntesten touristisch erschlossenen Locations im Bereiche der „Lostplaces-Fotografie“ ist wohl die ehemalige und nun aufgegebene Sternburg Brauerei. Diese befindet sich im Leipziger Stadtteil Lützschena und sie verfügt über eine lange und faszinierende Tradition.
Der Ursprung des Betriebs lässt sich auf das Jahr 1278 zurück verfolgen: hier wurde das Rittergut „Lützschena“ zum ersten Male per Urkunde erwähnt. 1405 wurde das Objekt inklusive der Braustätte von Wilhelm von Uechtritz erworben und der eigentliche Namensgeber der Brauerei – Freiherr Speck von Sternburg – wurde 1822 Besitzer des Betriebs. Er nannte diesen ab 1882 „Freiherrliche Sternburgsche Brauerei“.
Die Enteignung der Sternburg Brauerei erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg am 30.Juni 1946 und im Jahr 1959 wurden die Brauerei, die Sternen Brauerei Schkeuditz und die Malzfabrik Schkeuditz in das „VEB Brau- und Malzkombinat Sternburg“ integriert.
Die „politische Wende“ war für die Brauerei leider verheerend, da hier die Exportmöglichkeiten in die ehemaligen Ostblockstaaten wegbrachen. Das letzte Mal wurde hier am 15.Mai 1991 Bier gebraut, abgefüllt und ausgeliefert und die endgültige Schließung fand im selben Jahr am 31. August trotz Besetzung des Hauses und Einspruch seitens des Gemeinderates und der evangelischen Kirchgemeinde statt.
Das wunderschöne Gebäude verfällt seit dem und hat trotzdem eine erstaunlich gut erhaltene Substanz. Es tauchen zwar in mehr oder weniger regelmäßigen Zeitabständen verschiedene Nutzungspläne in der Tagespresse auf, eine Umwidmung oder sogar Wiederbelebung ist leider nicht sichtbar.
Die Galerie ist schon etwas älter und wurde mit der Instagram-App (Android) geringfügig verändert. Eine zufällig getroffene Passantin war zum Zeitpunkt der Begehung so freundlich, mich über das Gelände zu führen und einige Geschichten aus dem damaligen Arbeitsleben in diesem Betriebe zu erzählen. Sie machte mich unter anderem darauf aufmerksam, dass die Brauerei wohl um 1970-1980 verstärkt in die alten Bundesländer (vormals: der „Westen“) exportierte und sie zeigte die Betriebskantine und die alten Arbeiterwohnungen.

Städtemotive: die Naumburger Wenzelskirche

Die Naumburger Wenzelskirche aus dem späten Mittelalter

Beim Besuch der schönen Stadt Naumburg entdeckt man quasi zwangsläufig am Markt diese Wenzelskirche. Sie ist die evangelische Haupt- und Stadtkirche und steht hier seit dem 15. Jahrhundert. Interessant ist hier der barocke Hochaltar aus dem Jahre 1680, der Turm zu den ehemaligen Türmerwohnungen und die Gemälde aus der Werkstatt von Lucas Cranack (d.Ä.). Auch schön ist die Hildebrand-Orgel (geprüft und abgenommen durch Johann Sebastian Back / Gottfried Silbermann) und die Grabplatte von August Leubelfing. Meine Fotos sollen Euch inspirieren, auch einmal dort ein paar Stunden mit der Kamera zu verbringen. Ein Shooting lohnt sich garantiert.