Neo Rauch in der Elisabethkapelle (Naumburg)


Die Fenster der Kapelle stammen vom Leipziger Maler Neo Rauch. Die Motive entsprechen im wesentlichen die folgenden Stationen des Lebens der heiligen Elisabeth von Thüringen:
– die Pflege der Kranken
– die Spende von Kleidern an Bedürftige
– die Verabschiedung von ihrem Gatten, bevor sie zum Kreuzzug aufbrach.
Die Entwürfe des Künstlers wurden von der Firma „Domglas“ (Naumburg) in rubinroten Glas umgesetzt. Hier wurde
mundgeblasenes „Echt-Antik-Glas“ verwendet.

St. Trinitatis und der Park der Jugend

Meine Fotos im Park der Jugend

Die Kirche und der Park gehören unmittelbar zusammen und liegen nahe beieinander. Der Grund ist relativ einfach: der heutige „Park der Jugend“ war in der Vergangenheit der Gottesacker der Stadt und Bestandteil des Kirchengrundstückes. Umwidmungen von Friedhöfen in dieser Form sind mir übrigens schon einige Male aufgefallen und Beispiele hierfür sieht man in Leipzig oder in der Stadt Dresden.
Die Kirche „St. Trinitatis“ ist eine evangelische Kirche mit erstaunlich beeindruckenden barocken Altar. Sie wurde 1641 nach einer wechselhaften Geschichte rund um den 30-jährigen Krieg und Auseinandersetzungen mit den Schweden erbaut und überstand außerordentlich gut die wechselhaften Jahrhunderte und die Zeit der ehemaligen DDR.

Kirchenfotografie (Architektur und Kunst) – Die Paradiesvorhalle

Jungfrauenportal am Dom von Magdeburg

Ein recht interessanter Teil des Doms von Magdeburg ist die sogenannte „Paradiesvorhalle“, die man im nördlichen Querhaus findet. Diese „Halle“ hat eine Besonderheit: das Jungfrauenportal.

Die Figuren des Portals und der Halle stammen aus den Jahren 1240 oder 1250 und zeigen zwei Gruppen: die klugen Jungfrauen und die törichten Jungfrauen. Sie Bestehen aus Sandstein und umfassen ca. 120-130 cm Länge und waren früher farbig gestaltet (inkl. brauner oder gelber Haarfarben). Manche trugen Schmuck wie Gürtel und Haarbänder. Faszinierend sind hier die Darstellungen von Trauer und Freude in der Mimik und Gestik der Figuren, was mit der Frage zusammenhängt, wer denn nun in das Paradies kommen darf und wer (leider) außen vor bleibt. Die Geschichte der Jungfrauen ist ein Thema rund um das „Weltgericht“.

Das Kloster von Magdeburg – Kirchenfotografie

Ein paar Worte zum Kloster von Magdeburg

Diese Anlage – das Kloster „Unser Lieben Frauen“ – liegt in der direkten Nachbarschaft zum Hundertwasserhaus und zum Dom. Das ehemalige Kloster verlor irgendwann im Laufe der Jahrhunderte den ursprünglichen Zweck und dient nun der Stadt, der Bevölkerung und den interessierten Besucher_innen als Kunstmuseum und Konzerthalle. Es gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Magdeburg und rund um das Gebäude befindet sich der Skulpturenpark.

Weitere Informationen:
Kunstmuseum Magdeburg
Regierungsstraße 4-6
39104 Magdeburg
Telefon: 0391 / 56 50 20

Der Lettner im Dom – Kirchenfotografie

Der Lettner im Dom von Magdeburg

Die sogenannte Chorschranke mit Lesekanzel des Magdeburger Dom wurde irgendwann zwischen den Jahren 1445 und 1451 entworfen und errichtet. Wie auf den Fotos oben zu erkennen ist,  ist diese sehr beeindruckend mit „szenetypischen“ Heiligenfiguren (vermutlich ware es Gesellenarbeiten) ausgestattet. Das eigentliche Meisterstück ist das Kreuzigungsbild.

Der Lettner gestern und heute

Der Altar wird bis heute für Kommunionsfeiern genutzt und das äußert sich in der Engelsdarstellung, welche den Lebenssaft aus den Wunden der Figur „Jesus Christus“ in Kelchen auffängt. Faszinierend ist im Bezug zum Lettner (auch Doxale genannt) auch, dass in der Zeit vor dem Wirken Martin Luthers hier keine Laien Zutritt hatten und dass das heilige Abendmahl auf dem Hochaltar zubereitet und von Geistlichen zum Kommunionaltar gebracht wurde. Gläubige Besucher, die lediglich die Oblaten bekamen, hatten so den Kelch in einer besonderen Intensität vor Augen.

Vergleichbare Chorschranken findet man übrigens in Naumburg, Meißen und Merseburg.

Die Domkanzel

Kurzes Porträt der Domkanzel

Die Domkanzel aus der Renaissance wurde zwischen 1595 und 1597 vom Künstler Christoph Kapup geschaffen. Das Material ist Alabaster und das Stück gehört wohl zu den faszinierenden dieser Zeit. Die Kanzeltreppe zum Korb ist mit umfangreichen Reliefs aus der Genesis-Geschichte der Bibel (Altes Testament) ausgestattet: Schöpfung, Sündenfall und Sintflut. Mit Einzug der evangelischen Gottesdienste (1567) wurde die Kanzel um die Figur „Jesus Christus“ erweitert. Dem Welterlöser stehen an der Kanzelbrüstung die Schutzheiligen des Doms, Johannes der Täufer und die vier Evangelisten zur Seite.

Dom und Domplatz von Magdeburg (Stadtmotive)

Fotos vom Domplatz in Magdeburg

Der Platz vor dem Dom gehört wohl zu den ältesten der Stadt (belegt durch Bodenfunde und Archäologie). Vergangene Untersuchungen förderten hier karolingische Spitzgräben und Fundamentreste mittelalterlicher Großbauten zu Tage.

Um den Frühling 2013 herum ist das Areal am Domplatz in Magdeburg um eine spannende Attraktion reicher geworden: der Platz bekam ein großflächiges Brunnenspiel. Die tollen parabelförmigen Strahlen aus Wasser und die bogenförmige Anordnung der Fontänen sollen an die Befestigungsgräben und gotischen Gewölbebögen erinnern. Am Abend werden sie beleuchtet.

Die Kanzel der alten Johanniskirche

Warum die Kanzel in der Johanniskirche mich als Fotograf magisch anzieht

Die Kanzel in der alten Johanniskirche ist ein wahres  Kunstwerk. Sie stammt aus der Werkstadt von Valentin Silbermann und wurde 1586 gestaltet. Es befand sich in der alten Johanniskirche, welche der erste Kirchenneubau in der Stadt Leipzig nach der Reformation war.

Die Kanzel in der Johanniskirche spiegelt übrigens die zentrale Bedeutung der Predigt im lutherischen Gottesdienst wieder: Moses trägt das Objekt und hierauf baut der neue Bund mit Jesus Christus auf. Die zentrale Erlösungstat und die Stationen Taufe, Kreuzigung, Auferstehung und das Weltgericht ist in den Reliefs der Kanzel entsprechend dargestellt.

Die ursprüngliche „Heimat“ der Kanzel wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Motivreihe entstand während eines Besuchs im Leipziger Stadtgeschichtlichen Museum (Ort: das alte Rathaus).

Jugendstil: Die Philippus-Kirche von Lindenau

Fotos von der Philippus-Kirche im Jugendstil

Die Philippus-Kirche von Leipzig / Lindenau wurde zwischen den Jahren 1907 und 1910 nach den Plänen des Architekten Alfred Müller im Jugendstil erbaut. Die Weihe des Gotteshauses fand am 16.10.1910 statt.

Die Kirche verfügt über 730 Plätze und einem 62 Meter hohen Turm. Sie hat ein Geläut mit 4 Stahlglocken und die vielen Details an den Beschlägen und Lampen sind äußerst faszinierend.

Die Konzeption der Philippus-Kirche entspricht übrigens dem „Wiesbadener Bauprogramm“, was bedeutet, dass hier das Gebäude als Gemeindezentrum oder als „Versammlungshaus der Gemeinde“ verstanden wird.

Die römisch- katholische Liebfrauenkirche von Leipzig/Plagwitz

Shooting in der Liebfrauenkirche in Leipzig, Plagwitz

Das Haus befindet sich in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof „Leipzig/Plagwitz“ und einem ehemaligen Industriegebiet. Es wurde zwischen 1907 und 1908 nach den Plänen des Leipziger Architekten Anton Käppler im neoromanischen Stil erbaut. Seit dem Jahr 1931 hat hier eine Niederlassung des „Oratoriums“ ihren Sitz und in diesem zeitlichen Zusammenhang wurde die Kirche zwischen den Jahren 1934 und 1935 umgestaltet und mit Farbverglasungen ausgestattet (Anton Wendling).