Lost-Place im Gründerzeitviertel: Das Trapezhaus

Lost-Place Trapezhaus im Leipziger Viertel der Gründerzeit

Das sogenannte „Trapezhaus“ hatte mich einige Jahre bereits angelächelt und neulich fand ich endlich einmal Gelegenheit, das Objekt etwas näher zu begutachten (Dank perfektem Kontakt zum Eigentümer). Das Trapezhaus ist ein „Schmuckstück“, es befindet sich in einem typischen Leipziger Gründerzeitviertel und hat einen etwas ungewöhnlichen – trapezförmigen – Grundriss. Es hat mehrere Etagen und auch unter den vielen Schichten von Ruß und Dreck kann man durchaus Reste des alten Stucks entdecken.

Das Trapezhaus ist in meiner Fotoreihe „Wohnträume“ oder „vergessene Wohnträume“ eine Besonderheit, da ich zum Zeitpunkt meines Besuchs hier die Einrichtungen im weitestgehend intakten Zustand bewundern durfte. Wenn ich mich an die Begehung zurück erinnere, vermute ich, dass das Haus kurz nach der politischen Wende verlassen wurde. Indikatoren hierfür sind die Sticker aus den frühen 90er Jahre (BRAVO, POPCORN) und die Mixtur von DDR-/BRD-Möbeln. Die Motive aus der Galerie wurden mit Hilfe der Instagram-APP aufgehellt.

Die Kanzel der alten Johanniskirche

Warum die Kanzel in der Johanniskirche mich als Fotograf magisch anzieht

Die Kanzel in der alten Johanniskirche ist ein wahres  Kunstwerk. Sie stammt aus der Werkstadt von Valentin Silbermann und wurde 1586 gestaltet. Es befand sich in der alten Johanniskirche, welche der erste Kirchenneubau in der Stadt Leipzig nach der Reformation war.

Die Kanzel in der Johanniskirche spiegelt übrigens die zentrale Bedeutung der Predigt im lutherischen Gottesdienst wieder: Moses trägt das Objekt und hierauf baut der neue Bund mit Jesus Christus auf. Die zentrale Erlösungstat und die Stationen Taufe, Kreuzigung, Auferstehung und das Weltgericht ist in den Reliefs der Kanzel entsprechend dargestellt.

Die ursprüngliche „Heimat“ der Kanzel wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Motivreihe entstand während eines Besuchs im Leipziger Stadtgeschichtlichen Museum (Ort: das alte Rathaus).

Die römisch- katholische Liebfrauenkirche von Leipzig/Plagwitz

Shooting in der Liebfrauenkirche in Leipzig, Plagwitz

Das Haus befindet sich in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof „Leipzig/Plagwitz“ und einem ehemaligen Industriegebiet. Es wurde zwischen 1907 und 1908 nach den Plänen des Leipziger Architekten Anton Käppler im neoromanischen Stil erbaut. Seit dem Jahr 1931 hat hier eine Niederlassung des „Oratoriums“ ihren Sitz und in diesem zeitlichen Zusammenhang wurde die Kirche zwischen den Jahren 1934 und 1935 umgestaltet und mit Farbverglasungen ausgestattet (Anton Wendling).

Nikolaikirche von Leipzig

Die Nikolaikirche von Leipzig im Fotoarchiv

Die Nikolaikirche war Ausgangs- und Mittelpunkt der Montagsgebete und Montagsdemonstrationen, welche letztendlich zur „friedlichen“ Revolution führten. Sie befindet sich ganz in der Nähe zum Augustplatz und dem alten Rathaus und sollte zum „Pflichtprogramm“ bei einem eventuellen Besuch der schönen Metropole gehören.

Die Nikolaikirche wurde nach der Verleihung des Markt- und Stadtrechtes an Leipzig im romanischen Stil erbaut. Ursprünge aus dieser Zeit sind an der Westseite sichtbar. Später – im 15. und 16. Jahrhundert – erfolgte dann der komplette Umbau zu einer spätgotischen und dreischiffigen Hallenkirche. Diese erhielt Mitte des 15. Jahrhunderts ihre erste Glocke mit Namen „Osanna“. Die „Osanna“ ist mit den Darstellungen der 4 Evangelisten verziert und wurde nicht nur kirchentypisch, sondern auch als Feuerglocke genutzt.

Der „Palmengarten“ von Leipzig

Gestaltung des Palmengartens in Leipzig

Der Park in Leipzig wurde nach den Plänen des Landschaftsgärtners Otto Moßdorf gestaltet und aufgebaut. Hier fand die Gartenbauausstellung im Jahre 1893 statt. Im gleichen Jahr noch  wurde der Wettbewerb für die Schaffung eines „Palmengartens“ ausgeschrieben. Hier gewann der Entwurf des Gartenbautechniker Eduard May den ersten Platz. Mit der Umsetzung wurde letztendlich Otto Moßdorf beauftragt, dessen „Handschrift“ man hier und da beispielsweise in Form des Gartenpavillon wieder findet.
In den Jahren 1938 und 1939 wurden leider sämtliche Gebäude aus dem Palmengarten entfernt. 1960 fand eine Erweiterung um die Bestände der aufgelösten Baumschule des Botanischen Gartens statt.